
Treffpunkt um 13.45 Uhr vor dem Rathaus. Über 60 Leute sind gekommen!
Die Plakate der Kinder sagen:
"Helft uns!"
"Wann???"
"Lasst uns nicht im Stich!"

"Wie lange müssen wir noch warten?"
"Bitte denkt an uns, bitte, bitte,..."
"Unser Weihnachtswunsch: einen neuen Spielplatz"
"Ich bin jetzt 10 Jahre alt und warte schon soooo lange!"
"Wir haben keinen schönen Spielplatz!"

"Es ist höchste Zeit: Soziale Stadt Rötenberg"

"Ich wünsche mir eine Seilbahn"
"Wir helfen auch mit"

Um auf den maroden Bodenbelag des Bolzplatzes und den schlechten Zustand des Spielplatzes beim Jugend- und Nachbarschaftszentrum (JNZ) Rötenberg aufmerksam zu machen, hatten die Jugendlichen des JNZ Oberrbürgermeister Gerlach, die beiden BürgermeisterInnen, die Mitglieder des Gemeinderates und MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung zu einem Fußballfreundschaftsspiel „Team Rathaus vs Kickers Rötenberg“auf dem Bolzplatz eingeladen.
Die Jugendlichen freuten sich, dass Bürgermeister Fehrenbacher, Integrationsbeauftragter Felgenhauer, die Stadträte Bernhard Ritter, Carl-Utz Rossaro, Frederick Brütting, Ralf Meiser und Herr Hammer vom Amt für Soziales als Spieler zugesagt hatten. Stadträtin Wunderlich und Stadträte Schmid und Dr. Fiedler waren als interessierte ZuschauerInnen gekommen.

Reyhan Aslan, Maide Kilinc, Osman Yilmaz, Ibrahim Yilmaz, Mücahit Yetisen, Andy Blum, Christian Blum, Elton Lebuku-Makasila, Ridvan Kilinc, Abdul-Kadir Aslan und Furkan Yildiz traten als „Kickers Rötenberg“ gegen das „Team Rathaus“ an.
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Als Schiedsrichter konnte Siggi Müller vom Polizeirevier Aalen gewonnen werden, der das Spiel souverän durch 2 mal 20 Minuten Spielzeit brachte. Gespielt wurde mit 5 FeldspielerInnen und 1 Torwart und beliebig vielen AuswechselspielerInnen.

Nach einer hart umkämpften, aber stets sehr fairen Partie gingen die beiden Teams bei einem Spielstand von 4:4 (Tore „Team Rathaus“: Rossaro, Brütting, Meiser, Brütting und Tore „Kickers Rötenberg“: Abdul-Kadir, Furkan, Ridvan, Reyhan) zum Teil mit blutenden Knien, aber zufrieden, vom Platz.

Als Moderator des Spiels sorgte Irhan Ametoglu, regelmäßiger Besucher im JNZ Rötenberg, für beste Unterhaltung

Nach dem Spiel waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Aktion im nächsten Jahr unbedingt eine Fortsetzung finden sollte.

Bereits im Bericht der vorbereitenden Untersuchungen von „Weeber & Partner“ von 2003/2004 für die Antragsstellung „Soziale Stadt – Rötenberg“ wurde auf den schlechten Zustand des Rötenberger Spielplatzes aufmerksam gemacht.
2008 gab es eine Unterschriftenaktion einer Mutter und im April 2009 veranstalteten Eltern und ehrenamtliche AnsprechpartnerInnen der Wohnungsbau in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen des JNZ Rötenberg einen Aktionstag zum Thema „Wir brauchen einen neuen Spielplatz“, an dem die Kinder und Jugendlichen ihre Verbesserungsvorschläge und Ideen für einen neuen Spielplatz mit verschiedensten Techniken, wie Malen, Kneten, Collagetechnik, Brief schreiben und Rapsongs texten zum Ausdruck brachten (siehe ag-roetenberg.de).
Im November 2010 übergaben Rötenberger Jugendliche gemeinsam mit Heidrun Zürger, Erzieherin im (JNZ), einen Brief mit Verbesserungsvorsachlägen für den maroden Bodenbelag des Rötenberger Bolzplatzes an Oberbürgermeister Gerlach. Am Ende des Gesprächs luden sie ihn und Mitglieder des Gemeinderates und der Stadtverwaltung zu einem Fußballfreundschaftsspiel im Sommer 2011 auf den Rötenberger Bolzplatz ein, damit sie sich vor Ort einen Eindruck von dessen schlechtem Zustand machen könnten.

Am 30.11.2010 besuchten Reyhan, Osman, Mücahit, Abdulkadir und Aliriza mit Heidrun Zürger Oberbürgermeister Martin Gerlach im Aalener Rathaus, um ihm einen Brief der Rötenberger Kinder und Jugendlichen zu übergeben. In ihrem Brief hatten sie ihre Vorschläge für die Sanierung des maroden Bodenbelags des Rötenberger Fußballplatzes formuliert.

Die fünf Jugendlichen luden Oberbürgermeister Gerlach und Vertreter der Verwaltung zu einem Fußballfreundschaftsspiel im Frühjahr 2011 auf den Rötenberg ein.

Rötenberg (JNZ). Viel Gras, wucherndes Gestrüpp, Parkplätze, Unrat, alte und teils marode Geräte – so sieht heute die einst als schönster Spielplatz Aalens geadelte Fläche an der Charlottenstraße im Quartier Rötenberg aus. Unbeschwert toben und richtig Spaß haben konnte hier schon lange keines der Kinder mehr. Es verwundert nicht, dass viele Eltern, die den Spielplatz aus der eigenen Jugend noch in alter Pracht und Größe kennen, Initiative ergreifen und aktiv werden, um den heutigen traurigen Zustand zu beenden. Mehr ...

Die Jugendlichen zogen sich mit Heidrun Zürger zurück, um gemeinsam Texte für einen oder zwei Rap-Songs zu schreiben.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten lief es wirklich gut, und die Jugendlichen hatten nach zwei Stunden die Texte für einen Spielplatz-Rap, an dem Oguzhan, Enes, Dilan, Vanessa, Gloria, Yunus und Abdulkadir beteiligt waren und den Rötenberg-Rap "Hört mal zu, wir wollen euch was sagen", an dem Yasin, Furkan und Mustafa beteiligt waren, zu Papier gebracht.
Beim anschließenden Treffen mit den anderen beteiligten Kindergruppen, die mit verschiedenen Techniken ihre Ideen für einen schöneren Spielplatz umgesetzt hatten, präsentierten sie sich gegenseitig ihre Ergebnisse. Oguzhan und Enes übernahmen es die Texte zu rappen.
Um das Ganze zu perfektionieren stellten Enes und Oguzhan ein paar Tage später mit Hilfe des „GEMA“-freien HipHop-E-Jay-Programmes zwei Musikinstrumentalstücke zusammen, auf die sie die gemeinsam geschriebenen Texte stilgerecht rappen konnten.
Ihr erster Auftritt war beim Sommerfest auf dem Rötenberg.
Damit die beiden Raps auch auf die Internetseite der AG Rötenberg als Download gestellt werden konnten, haben die Jugendlichen mit Hilfe von Toni Mehmeti im Tonstudio des Hauses der Jugend den Gesang auf die „selbstgemachte“ Musik aufgenommen.
Herausgekommen sind zwei supercoole Raps, die im Folgenden als Download angehört werden können.

Stadt Aalen hört mal zu, wir wollen euch was sagen:
Kommen wir gleich zur Sache, DER RÖTENBERGER Spielplatz
Hat sich sehr verändert .
Stadt Aalen Rutschen wurden abgebaut Grillplatz wurde
Auf übelste Weise versaut, die kleinen Kinder haben gar nix
Mehr zum Spielen.
Stadt Aalen was sollen sie machen, sie sollen niemals so werden
Wie wir älteren JUGENDLICHEN, die auf der Straße abhängen.
Stadt Aalen schaut euch mal den Basketballplatz an,
der Sommer kommt fängt jetzt richtig an, Stadt Aalen wir älteren
JUGENDLICHEN haben kein Bock mehr auf gammeln.
Stadt Aalen ihr wollt doch nicht das wir in der Stadt Sachen zerstören,
ihr regt euch doch wegen uns auf, haltet es auf, indem ihr
RÖTENBERG verschönert.
Stadt Aalen ich gebe euch ein Tipp.: Kommt auf den Rötenberg und schaut es Euch mal an. Den anderen geht es viel zu gut, schaut uns mal an
Auf dem RÖTENBERG gibt es Leute die in ARMUT leben.
Stadt Aalen was sollen sie zahlen, sie haben kein GELD und
Ihr verschwendet es für andere Sachen.
Stadt Aalen was ist euch wichtig, die JUGENDLICHEN auf dem
RÖTENBERG oder das VfR Stadion?
Stadt Aalen was ist los, warum helft ihr uns nicht?
Jetzt ist die Zeit für Veränderung !!!!
Jetzt ist die Zeit dass ihr uns helft !!!!
Text: Yasin, Furkan
Musik: Enes

Kommt auf den Rötenberg dann wisst ihr was hart ist,
auf unserem Spielplatz haben wir so gut wie gar nichts.
Ihr habt uns viel genommen,
doch nichts mehr hergegeben.
Wie sollen wir euch das bloß jemals vergeben?
Jedes Jahr wurde etwas abgebaut,
und nach und nach wurde unser Spielplatz versaut.
Nun hört euch unsere Ideen an,
aus denen man einen gescheiten Spielplatz machen kann.
Unser Fußballplatz hat keine Wiese,
wir fliegen runter und kriegen die verdammte Krise.
Alles voller Blut
alles voller Schmerzen,
nur wegen dem scheiß Platz und keiner wills beherz`gen.
Das ist unser Platz,
ist frech geworden jeder Latz,
Also strengt euch an,
und kümmert euch um den Platz!!!
Text: Oguzhan, Enes, Dilan, Vanessa, Gloria, Yunus
Musik: Oguzhan

Spielplatz Rap
Rapper: Oguzhan featuring Yasin & Enes
Aufnahme: Toni Mehmeti

Auch die Kinder haben sich Gedanken gemacht ...

... haben gemalt, gebastelt und gebaut ...

... unterstützt wurden sie von Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des JNZ Rötenberg und den ehrenamtlichen Ansprechpartnern der Wohnungsbau GmbH